Auch kleinste Blutgefäße im Blick behalten

Arterienverkalkung und Bluthochdruck setzen den Gefäßen zu. Deshalb sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland die häufigste Todesursache. Während Arterien und Adern insbesondere bei ärztlichen Vorsorgemaßnahmen große Aufmerksamkeit genießen, werden die kleinen Gefäße eher vernachlässigt. Dabei machen sie circa 74 % des gesamten Gefäßsystems aus. Eine neue Broschüre vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz BGV zeigt auf, welche Folgen bei einem eingeschränkten Blutfluss in den kleinsten Blutgefäßen möglich sind und wie man zur Verbesserung der Gefäßgesundheit beitragen kann.

int_kleinste-blutgefaesseWährend Blutgefäße mit großem Durchmesser für den Bluttransport und einen kontinuierlichen Blutstrom zuständig sind, ist es Aufgabe der Mikrogefäße, dazu gehören insbesondere Kapillaren, die Versorgung der Körperzellen und den Abtransport von Stoffwechsel- und Abbauprodukten zu regulieren. Ist die Mikrozirkulation gestört, machen sich körperliche und geistige Beeinträchtigungen bemerkbar. Mitunter fühlt man sich schlapp und antriebslos, weil den Zellen die notwendige Energie fehlt. Die Muskulatur regeneriert nach körperlicher Anstrengung schlechter, das Immunsystem ist geschwächt, so dass die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten steigt und Heilungsprozesse verlangsamt sind. Eine gestörte Mikrozirkulation in Bereichen unseres Gehirns kann sich durch nachlassende Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit oder Schwindelanfälle bemerkbar machen.

„Jeder kann etwas dafür tun, damit seine Arterien, Venen und ihre kleinsten Verzweigungen länger fit bleiben“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand des BGV, und empfiehlt regelmäßige körperliche Betätigung sowie eine ausgewogene Ernährung. In vielen Fällen, wie beispielsweise zur Unterstützung von Heilungsprozessen, zur Vorbeugung von Krankheiten oder zur Leistungssteigerung beim Sport, kann es darüber hinaus sinnvoll sein, die Durchblutung bis in die allerkleinsten Gefäße gezielt anzuregen. Bei Gefäßen größeren Durchmessers lässt sich dies durch Medikamente regulieren, nicht jedoch bei Mikrogefäßen. Die Muskelzellen der Mikrogefäße werden allein durch eine autorhythmische Erregung gesteuert. Ihre Kontraktion kann über lokale mechanische Reize angeregt werden. Genau das macht sich die Physikalische Gefäßtherapie zunutze. Die Stimulation der Gefäße erfolgt mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes, das von einem speziellen Medizingerät erzeugt wird. Dieses Gerät sendet in genau definierter zeitlicher Abfolge Impulse, die in das zu behandelnde Gewebe eindringen, dort die Pumpbewegung der Kapillaren anregen und so die Mikrozirkulation im Kapillargebiet verbessern.

Ein kostenlose Ratgeber „Physikalische Gefäßtherapie“ gibt Tipps zur gefäßgesunden Lebensweise und zeigt, wie durch Stimulation der kleinsten Gefäße die Mikrozirkulation gezielt angeregt werden kann.
Bestelladresse: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn bzw. www.bgv-physikalische-gefaesstherapie.de

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Hausstaubmilbenallergie kann Schlafstörungen auslösen

Wer kennt sie nicht, die nächtliche Unruhe, die uns um den Schlaf bringt. Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Schlafstörung, doch die Wenigsten wissen, dass auch eine unbehandelte Allergie gegen Hausstaubmilben möglicher Auslöser sein kann. Schlaflose Nächte beeinträchtigen das Leben vieler Menschen.

Rund 25 % der Deutschen leiden an Schlafstörungen, 11 % empfinden ihren Schlaf als wenig erholsam. Und das hat weitreichende Konsequenzen: Wer sich nachts unruhig hin- und herwälzt, dem fehlt die nötige Energie für den nächsten Tag.

Konzentrationsschwäche, eine verminderte Leistungsfähigkeit und Gereiztheit können die Folgen sein. „Häufig sind die Gründe für Schlafstörungen schwer verdauliche Speisen am Abend, Fernsehkonsum unmittelbar vor der Bettruhe oder ungelöste Probleme, welche die Schlafzeit zur Grübelzeit machen“, sagt PD Dr. Matthias Krüll, Pneumologe aus Berlin. „Was allerdings die wenigsten Betroffenen wissen: Auch eine Hausstaubmilbenallergie kann die Schlafqualität negativ beeinflussen und mitunter sogar weitere gesundheitliche Konsequenzen haben.”

Schlafräuber Allergie
Experten warnen deshalb davor, eine Schlafstörung allzu leichtfertig abzutun. „Wer beispielsweise nachts Hustenanfälle bekommt, an Atemnot oder einer verstopften Nase leidet, der sollte von einem Allergologen überprüfen lassen, ob der Auslöser nicht auch eine unbehandelte Hausstaubmilbenallergie sein könnte”, so Dr. Krüll. Etwa 10 % der Bevölkerung reagieren allergisch auf die Exkremente und Verfallsprodukte der Hausstaubmilbe. Weltweit sind sie sogar der häufigste Grund für Allergien. Die Auswirkungen dieser Allergie reichen von erkältungsähnlichen Symptomen bis schlimmstenfalls zu chronischem Asthma.

Hilfreiche Tipps für Milbenallergiker:

  1. Regelmäßig lüften und die Raumtemperatur bei 18 Grad halten
  2. Ein Bett mit Kasten durch eines mit Füßen ersetzen – das trägt zu einer besseren Luftzirkulation bei
  3. Bettwäsche einmal wöchentlich bei mindestens 60 Grad waschen, um Kissen und Laken von den kleinen Spinnentieren zu befreien
  4. Einmal jährlich eine professionelle Matratzenreinigung vornehmen lassen
  5. Die Ursache der Allergie durch eine Allergie-Impfung behandeln lassen (auch Hyposensibilisierung genannt)

Beschwerden langfristig loswerden durch Allergie-Impfung
Allergische Erkrankungen wie die Hausstaubmilbenallergie können in jedem Lebensalter entstehen. Um bei einem Verdacht auf eine Allergie Gewissheit zu erhalten, sollten Betroffene einen Allergietest durchführen lassen. Liegt eine Hausstaubmilbenallergie vor, kann der Allergologe eine entsprechende Therapie einleiten. Eine Allergie-Impfung, die sogenannte Hyposensiblisierung, ist die einzige Therapieform, mit der die Ursache einer Hausstaubmilbenallergie erfolgreich und langfristig behandelt werden kann. Der Betroffene erhält dabei in regelmäßigen Abständen eine definierte Menge des Allergens in Form von Tabletten, Tropfen oder Injektionen, um den Organismus langsam an die allergieauslösende Substanz zu gewöhnen. „Durch die Hyposensibilisierung werden nicht nur die Symptome gelindert, sondern auch die Ursache der Allergie behandelt und das Immunsystem des Allergikers wieder ins Gleichgewicht gebracht“, erklärt Dr. Krüll. „Gleichzeitig reduzieren Betroffene mit einer Allergie-Impfung das Risiko, dass sich die Reizung der oberen Atemwege auf die unteren Atemwege ausweitet und ein chronisches Asthma entsteht.“

Weitere Informationen zur Hausstaubmilbenallergie und der Allergie-Impfung (sog. Hyposensibilisierung) finden Sie unter www.allergiecheck.de.

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Erkältungszeit = Antibiotikazeit? NEIN!

Hessische Studie „Einflussfaktoren auf die Verschreibung von Antibiotika (EVA)“ zeigt Fortschritte aber auch weiteren Verbesserungsbedarf im Umgang mit Antibiotika
Die zunehmenden Antibiotikaresistenzen bei Bakterien sind ein ernstes Problem für die Gesundheit und das Gesundheitssystem, neue Antibiotika-Entwicklungen sind nicht in Sicht. Nimmt die Resistenzentwicklung weiter zu, gibt es für die Behandlung bestimmter Infektionen bei Menschen bald keine Medikamente mehr.

Fachwelt und Politik haben reagiert: Bundesregierung und Bundesgesundheitsministerium haben die Deutsche Antibiotika-Resistenz-Strategie DART aktualisiert, die Weltgesundheitsorganisation WHO hat einen „Globalen Aktionsplan zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen“ vorgelegt. Dabei ist Konsens: Das Problem der Multi Resistente(n) Erreger (MRE) wird nur durch die gemeinsame Betrachtung und die Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs in der Human- und der Veterinärmedizinbeherrschbar sein, es gibt nur eine Gesundheit auf der Erde für Mensch und Tier: „one-health“.

Hessische Ärzte setzen Antibiotika 2016 zurückhaltender ein als 2008
Hierzu bedarf es Interventionen auf vielen Ebenen. In Hessen haben die Landesärztekammer Hessen und das MRE-Netz Rhein-Main die niedergelassenen Ärzte zur Antibiotikaverschreibung in ihrer Praxis befragt. Der 2016 in Hessen durchgeführten Befragung war im Jahr 2008 eine bundesweite Befragung (EVA-Studie) vorausgegangen. „Über 800 von 6333 angeschriebenen Ärzte in Hessen sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns einen Einblick in ihr Verschreibungs-Verhalten aber auch ihre Verbesserungswünsche gegeben“, berichtet der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Herr Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

Gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Ursel Heudorf, der Leiterin des MRE-Netz Rhein-Main legt er nun die Ergebnisse vor: „Drei Viertel der antwortenden Ärzte in Hessen haben bereits Erfahrungen mit Therapieversagen bei antibiotika-resistenten Erregern gemacht. Sie sehen zunehmend die Relevanz der Antibiotikaresistenz auch in der Region und die Bedeutung ihres eigenen Verordnungsverhaltens für die Antibiotikaresistenzen in der Region. Vor diesem Hintergrund setzen sie Antibiotika zurückhaltender ein als noch vor 8 Jahren“. Der zurückhaltende, leitliniengerechte Einsatz von Antibiotika ist nicht nur das Ziel der EVA-Studie Hessen 2016, sondern auch eines weiteren Projekts des MRE-Netz Rhein-Main, der Aktion „Weniger ist mehr – Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen“.
Stadtrat Stefan Majer, Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt am Main zu den Aktivitäten des im Gesundheitsamt der Stadt angesiedelten Netzwerks: „Ich freue mich über die Aktivitäten dieses starken Netzwerks und unterstütze diese ausdrücklich.

Gerade in der jetzigen Erkältungszeit mit den vielen virusbedingten Erkältungskrankheiten besteht die Gefahr, dass Antibiotika eingenommen werden, obwohl sie gegen Viren gar nichts ausrichten können. Mit jeder Antibiotikabehandlung sind aber unerwünschte Nebenwirkungen wie die Beeinträchtigung der gesunden und normalen Darmflora mit Magen-Darm-Symptomen und das Risiko weiterer Resistenzentwicklung verbunden. Deswegen werbe ich für Impfungen und für Verzicht auf Antibiotika bei durch Viren verursachten Atemwegsinfekten. Hier sind alte Hausmittel das Richtige: Ruhe und Tee trinken statt Rezept und Pillen. Geben Sie Ihren natürlichen Abwehrkräften eine Chance, verzichten Sie bei diesen Infekten auf die „chemische Keule“ Antibiotika“.

„80 % der Infekte der oberen Luftwege sind viral bedingt, da sind Antibiotika nicht von Nutzen“ betont auch Prof. Ursel Heudorf. „Aber viele Ärzte haben den Eindruck, dass ihre  Patienten unbedingt ein Antibiotikum-Rezept wünschen, wenn sie wegen eines Atemwegsinfekts in die Praxis kommen.

Erfreulich an der neuen Umfrage in Hessen war, dass die Ärzte im Jahr 2016 seltener als noch im Jahr 2008 angaben, aus solchen Gründen ein Antibiotikum zu verordnen. Mit den Aktivitäten unseres Netzwerks, den Flyern und Plakaten „Weniger ist mehr“, wollen wir die Bevölkerung informieren, wie sie am besten bei Infekten der oberen Luftwege wieder gesund werden – ohne Antibiotika. Nutzen Sie unseren Flyer, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, was Ihnen wirklich hilft“.

Ärzte sehen weiteren Verbesserungsbedarf
Gefragt nach Verbesserungsvorschlägen nannten die Ärzte am häufigsten die Erfassung regionaler Antibiotikaresistenzen, bundesweit einheitliche Leitlinien, Beseitigung finanzieller Nachteile durch Laboruntersuchungen bei Infektionserkrankungen und Erfassung individueller Antibiotikaverordnungen mit geeigneter Rückmeldung für behandelnde Ärzte.

„Die Landesärztekammer Hessen wird gemeinsam mit anderen Akteuren nach Wegen suchen, diese Vorschläge umzusetzen. Als eine der ersten Kammern haben wir vor wenigen Tagen mit Kursen und Weiterbildung zum Antibiotika-Experten gestartet und wir bieten viele Fortbildungen zum leitliniengerechten Antibiotikaeinsatz an“ betont der Präsident der Landesärztekammer Hessen. Diese ist auch Kooperationspartner der Aktion „Weniger ist mehr“. Im Bereich des MRE-Netz Rhein-Main hat sich darüber hinaus eine Arbeitsgruppe Antibiotika gegründet, in welcher Ärzte verschiedener Fachrichtungen – Infektiologie, Intensivmedizin, Hygienik, Mikrobiologie sowie Apotheker und Hygienefachkräfte gemeinsam Strategien und praktikable Umsetzungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Antibiotikatherapie in der Region entwickeln.

Das MRE-Netz Rhein-Main plant verschiedene Aktionen, zur Information der Öffentlichkeit rund um Infektionen und Antibiotika. Am Samstag, den 14.01.2017 wird der Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Stadtrat Majer, gemeinsam mit dem Netzwerk hierzu an einem Informationsstand auf Fragen der Bevölkerung eingehen und über den verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika informieren. Hierzu wird eine gesonderte Presseinformation folgen.

Die Studie „Einflussfaktoren auf die Verschreibung von Antibiotika (EVA)“ ist auf der Internet-Seite des MRE Netz Rhein-Main unter www.mre-rhein-main.de/ veröffentlicht.

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Gelenkschmerzen: Rheuma rechtzeitig diagnostizieren

Kalt und nass – so sieht der Winter in Deutschland für gewöhnlich aus. Kein Wunder, dass viele Menschen das Wetter auch in den Knochen spüren. Neben Verschleißerscheinungen am Knorpelgewebe können auch Rheumaerkrankungen schmerzende Gelenke verursachen. Einige Rheumaformen beeinträchtigen mittelfristig auch die Organgesundheit. Darum sollten Menschen mit anhaltenden unklaren Gelenkbeschwerden die Ursachen abklären lassen, so das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF). Labortests helfen bei der Diagnose.

Ursachenklärung aus dem Labor
Nach Angaben der Deutschen Rheuma-Liga leiden allein in Deutschland 20 Millionen Menschen an rheumatischen Erkrankungen. Bei über 100 Erkrankungsformen kommt es auf eine möglichst präzise Diagnose an. Dabei helfen Blutuntersuchungen im Labor. Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie empfehlen in einer medizinischen Leitlinie spezifische Labortests. So erhärten Untersuchungen auf bestimmte Antikörper (CCP-Antikörper) und auf IgM-Rheumafaktoren die Diagnose. Die Werte geben auch Hinweise auf den Verlauf der Erkrankung: So legen etwa hohe Antikörperwerte bei früher rheumatoider Arthritis nahe, dass die Krankheit schwer zu verlaufen und die Gelenke besonders in Mitleidenschaft zu ziehen droht.

Rheuma rechtzeitig erkennen
Rheuma gehört zu den Autoimmunerkrankungen: das Immunsystem wendet sich gegen die körpereigene Zellen. Das passiert im Organismus zwar häufiger. Bei Gesunden bringt der Körper solche Attacken schnell wieder unter Kontrolle. Bei Rheumakranken funktioniert dies jedoch nicht. In der Folge zerstört der Organismus so nach und nach eigenes Gewebe. Umso wichtiger ist die frühe Diagnose: Vor allem in den ersten sechs Monaten, nach denen sich Beschwerden erstmals bemerkbar machen, beeinflusst die richtige Behandlung den Krankheitsverlauf positiv.

Weitere Informationen enthält das IPF-Faltblatt „Autoimmunkrankheiten“. Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.

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Osteopathie: Konstruktive Gespräche führen zu gutem Ergebnis

Entgegen eines kontrovers diskutierten Änderungsantrages wird die Osteopathie nun nicht in die Weiterbildungs- und Prüfungsordnung der Physiotherapieausbildung integriert, der Änderungsantrag so nicht eingebracht.

„Aus Sicht der Patientensicherheit, Transparenz und letztlich auch einer nachhaltigen Rechtssicherheit ist diese Entwicklung sehr zu begrüßen. Wir freuen uns, dass wir in konstruktiven Gesprächen mit den Bundestagsfraktionen gemeinsam dieses Ergebnis erzielen konnten. Allen Beteiligten war dabei stets klar, dass die Patientensicherheit an vorderster Stelle stehen muss“, zeigt sich die Vorsitzende des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD), Prof. Marina Fuhrmann, zufrieden.

Der VOD begrüßt ausdrücklich die Gesprächsbereitschaft der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD und das gut funktionierende Anhörungsverfahren.

„Die Fraktionen haben aus den vorgetragenen Argumenten die richtigen Schlüsse gezogen. Das zeugt einerseits von einem ergebnisoffenen Dialog, den wir sehr begrüßen, andererseits aber auch von der hohen Fachlichkeit und sachlichen Atmosphäre, in der Argumente vorgebracht und ausgetauscht werden konnten. An dieser Stelle gilt unser Dank allen, die sich in den letzten Wochen unterstützend in das Verfahren eingebracht haben. Gemeinsam werden wir nun, wie bereits angekündigt, für eine tragfähige und nachhaltige Lösung für alle arbeiten“, teilt Prof. Marina Fuhrmann mit.

Hintergrund:
Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, die dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen dient. Die osteopathische Diagnose und Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen. Der Patient wird in seiner Gesamtheit betrachtet. Osteopathie ist in vielen Anwendungsbereichen sinnvoll und behandelt vorbeugend.

Der VOD wurde 1994 in Wiesbaden gegründet und hat mehr als 4000 Mitglieder. Der älteste und mitgliederstärkste Berufsverband Deutschlands verfolgt im Wesentlichen folgende Ziele: Die Etablierung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau, sachliche und neutrale Aufklärung über Osteopathie und Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen.

Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
www.osteopathie.de

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Eisige Kälte, kurze Tage und trockene Heizungsluft schlagen nicht nur auf das Gemüt

Tipps, die Balsam für die (Augen-)Seele sind

Kalt und düster – der Winter ruft nicht nur bei jedem vierten Deutschen ein Stimmungstief hervor, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Nein, auch die Augen leiden in der dunklen Jahreszeit: diffuse Lichtverhältnisse, Reflexionen auf vereisten Straßen, beschlagene Gläser und trockene Heizungsluft strengen sie an. Diese Tipps sind Balsam für die (Augen-)Seele.

Mit den richtigen Brillengläsern …
… verlieren kalte Tage ihren Schrecken. Eine Antibeschlag-Beschichtung, auch Anti-Fog-Beschichtung genannt, ist die eleganteste Lösung, um Temperaturwechsel von kalt nach warm souverän zu meistern – ohne mit beschlagenen Gläsern umherzuirren. Die spezielle Oberflächenbehandlung mit Silizium-Nanopartikeln verhindert, dass Wassertröpfchen auf den Gläsern haften bleiben. Dazu gibt es beim Optiker Antibeschlagsprays und spezielle Brillenputztücher.

… gewinnen Sicht und Sicherheit. Entspiegelte Gläser filtern nervige Reflexionen. Das ist vielfach gut: Mehr Licht gelangt durchs Glas, was dunkle Umgebungen heller wirken lässt; die Entspiegelung sorgt für einen natürlichen, farbgetreuen Seheindruck; die Augen bleiben so länger fit. Entspiegelte Brillengläser sind vor allem für Autofahrer eine wertvolle Investition. Sehen Verkehrsteilnehmer nicht richtig, steigt die Unfallgefahr. Nicht nur die Fahrt in den dunklen Stunden, sondern auch bei Tageslicht birgt Risiken. Führt der Weg aus dem Schatten plötzlich direkt in die Sonne– sie steht in dieser Jahreszeit besonders tief –, sind Bremslichter, Ampeln, entgegenkommende Fahrzeuge oder Fußgänger oft schwer zu erkennen. Für bessere Sicht sind Glastönungen der Blendschutzkategorie 2 zusätzlich empfehlenswert.

Ein Sehtest …
… kann die Augen öffnen. Schlechtes Dämmerungssehen oder verstärkte Blendempfindlichkeit bemerken viele Menschen erst im Herbst und Winter. Doch die Beeinträchtigung kann auch auf eine Erkrankung wie Grauen Star oder Grünen Star hinweisen. Sehtests beim Augenarzt oder Augenoptiker geben Aufschluss über die Ursachen. Mit einer gut angepassten Brille lassen sich viele Sehdefizite ausgleichen.

Der Heizungsluft …
… ein Schnippchen schlagen. Trockene Luft reizt die Augen, sie röten sich und ermüden schnell. Das kann zu Kopfschmerz und Konzentrationsabfall führen. Lüften und das Aufstellen von Luftbefeuchtern bringen Entspannung. Außerdem helfen spezielle Augentropfen oder Augensprays, den Tränenfilm zu stabilisieren – dazu berät der Augenarzt. In der Heizsaison ist es generell wichtig, den Körper – und damit die Augen – mit genügend Flüssigkeit zu versorgen. Also: Trinken nicht vergessen!

Mit der Fassungsfarbe …
… den Winterblues vertreiben. Nachweislich ist Orange ein Stimmungsaufheller, Gelb versprüht Optimismus, Rot macht munter und wirkt warm. Ein farbiges Brillengestell kann so schon beim morgendlichen Blick in den Spiegel gute Laune auslösen und wirkt gleichzeitig erfrischend auf andere.

Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS)
www.sehen.de

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Ultraschalldiagnostik: Neue Wege in der Krampfaderbehandlung

Wenn die Beine kribbeln, sich schwer anfühlen und blaue Adern durch die Haut schimmern – dann ist oft ein Venenleiden die Ursache. Die Erkrankung ist weit verbreitet: Mit rund 300.000 Eingriffen pro Jahr ist die Krampfaderbehandlung eine der häufigsten Operationen in Deutschland. Über 100 Jahre war das klassische Ziehen der Krampfadern – die sogenannte Stripping-Operation – die primäre Behandlungsart. Doch nun setzen sich zunehmend schonendere Kathetermethoden durch, bei denen Ultraschalldiagnostik zum Einsatz kommt.

„Die modernen Katheterbehandlungen zielen darauf ab, die erkrankten Venen mittels Katheter schonend zu verschließen statt sie zu entfernen“, erläutert Dr. Tobias Hirsch, Facharzt für Innere Medizin und Angiologie von der Praxis für Innere Medizin und Gefäßkrankheiten in Halle (Saale). „Neben Methoden wie der Laserbehandlung, die auf der Einwirkung von Wärme beruhen,  können die Krampfadern beispielsweise auch verklebt werden.“ Statt zahlreicher Schnitte sei für diese minimalinvasiven Methoden nur ein kleiner Einstich erforderlich. Der Vorteil: Die Behandlung ist für die Patienten angenehmer – und die Heilung erfolgt schneller.

Ob mit einer Laserbehandlung oder per Radiofrequenzkatheter – alle Methoden haben eines gemeinsam: moderne Ultraschalltechnik kommt zum Einsatz. „Um Krampfadern mit den schonenden Kathethermethoden erfolgreich behandeln zu können, ist die Ultraschalldiagnostik eine grundlegende Voraussetzung für uns“, so Hirsch. „Sie ermöglicht es, krankhafte Veränderungen an den Venen der Patienten umfassend und besonders exakt darzustellen.“ Neben der anatomischen Untersuchung der Venen kann so beispielsweise auch verdeutlicht werden, dass das Blut, das normalerweise herzwärts strömt, aufgrund einer gestörten Klappenfunktion wieder vom Herzen weg fließt. Durch den so entstandenen Rückstau des Blutes werden Venen geweitet – und Krampfadern entstehen. Auch Wassereinlagerungen – sogenannte Ödeme – können durch den Blutstau entstehen und eine verschlechterte Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen können Folgen hiervon sein.

„Die Ultraschalltechnik ermöglicht mittlerweile eine sehr exakte Bildgebung, die es sogar möglich macht, die Rückflüsse zeitlich zu erfassen“, sagt der Experte. Der klare Vorteil gegenüber der radiologischen Bildgebung: Die Untersuchungen sind beliebig oft wiederholbar und können unmittelbar in der operativen Therapie durchgeführt werden. Eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz der Technik ist ein sicherer Umgang des Arztes mit der Ultraschalltechnik; denn sowohl die Führung des Behandlungskatheters als auch die örtliche Betäubung erfolgen ultraschallgesteuert.

„Wir erwarten, dass in den kommenden Jahren auch in Deutschland die klassische Stripping-Operation mehr und mehr von den Kathetermethoden abgelöst wird“, meint Hirsch. „Dieser Trend zeigt sich auch daran, dass die entsprechenden fachspezifischen Kurse der DEGUM immer stärker besucht werden.“ Die Kursmodelle und speziellen Anwenderseminare berücksichtigen die neuen Entwicklungen in der Krampfaderbehandlung.

Auch ein Blick über die Landesgrenze hinweg legt den beschriebenen Trend nahe: In den USA werden die Kathetermethoden zur Krampfaderbehandlung bereits seit 2011 und in Großbritannien seit 2013 als Therapie durch die nationalen Leitlinien empfohlen – und zwar als Therapie der ersten Wahl.

www.degum.de

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Was Darm und Nasennebenhöhlen verbindet

Schon der Vater der abendländischen Heilkunst Hippokrates (460 v. Chr. bis 370 v Chr.) soll davon überzeugt gewesen sein, dass jede Krankheit ihren Ursprung in der Körpermitte findet. Die moderne Wissenschaft bestätigt diese alte Wahrheit durch verschiedene Studien: Schließlich haben viele entzündliche Erkrankungen ihren Ursprung im Magen-Darm-Trakt. Was hat jedoch der Darm mit den Nasennebenhöhlen zu tun?

Kleine Ursache, große Auswirkung
Probleme mit der Verdauung oder dem Hautbild, aber auch eine rezidivierende Sinusitis sind Erscheinungen, für die die Mikroben des Gastrointestinaltrakts verantwortlich sein können. Epidemiologische Studien aus dem Jahr 2014 haben ergeben, dass diese Bakterien an der Entstehung von über 40.000 Krankheiten beteiligt sein können, darunter Diabetes, Zöliakie, Arthritis, Reizdarmsyndrom, Depressionen und Schizophrenie. „Wir leben in einer Welt der Bakterien und es gibt keine Aussicht, diesen Zustand zu ändern“, erklärt Dr. med. Alfred Samet, Spezialist für Mikrobiologie und Serologie. Mikroorganismen machen etwa zwei bis drei Kilo des Körpergewichts aus. Mikrobiotika regulieren die Anzahl der „guten“ und „schlechten“ Bakterien im Körper und sind für physiologische Prozesse verantwortlich.

Befinden sich die Mikroben im Gleichgewicht, ist die Darmflora ausgeglichen. Man spricht von Eubiose. Den gegenteiligen Fall bezeichnet man als Dysbiose. Eine Störung im Gleichgewicht der Darmflora führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Kranker Darm = kranke Nebenhöhlen?
Natürlich werden Nebenhöhlenentzündungen meist durch virale oder bakterielle Infektionen verursacht. Zu den Risikofaktoren zählen auch eine abnormale Anatomie der Nase, eine ungesunde Lebensweise, Rauchen sowie einige Sportarten, wie etwa Schwimmen und Tauchen. Doch das sind nicht die alleinigen Auslöser: Neueren medizinischen Berichten zufolge spielen auch die Darmbakterien bei der Entstehung von Nasennebenhöhlenentzündungen eine Rolle. Entwicklungswissenschaftlich gehören diese nämlich zum Darm, denn auch sie produzieren wichtige Abwehrkörper. Eine ausgewogene Bakterienbesiedlung ist daher die Grundlage für gesunde Körperfunktionen.

Darm mit Plan
Nun ist der Darm jedoch das Organ, das die wichtigsten Immunfunktionen durchführt, indem er eine spezifische Grenze zwischen externen Faktoren und dem menschlichen Körper bildet. Über 80 % der Abwehrzellen sind in der Darmflora ansässig. Damit ist der Darm der zentrale Verteidigungspunkt unseres Körpers. Zu den Aufgaben der Darmbakterien gehört, das Immunsystem zu trainieren und so den Schutz aller Schleimhäute anzuregen. Störungen der Darmflora können die quantitativen und qualitativen Fähigkeiten von Mikroorganismen in anderen Bereichen des Körpers, einschließlich der Nebenhöhlen, beeinflussen. Bei einer chronischen Sinusitis sollte daher immer auch der Darm untersucht werden, insbesondere dann, wenn zeitgleich Beschwerden auftreten, die auf eine gestörte Darmflora hindeuten. Dazu zählen Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen etc. Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge kann hinter einer wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündung auch der Pilz Candida stecken, der die Schutzbarriere überwindet und sich mit dem Blut im Körper ausbreiten kann.

Textquelle: medicalpress.de

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Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen

In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 8,4 % der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 bis 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Internet Gaming Disorder Scale“. Bei den Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen liegt mit 2,9 % deutlich niedriger. Das zeigt der Report „Game over“ der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, bewertet die Ergebnisse als „beunruhigend“ und kündigt  Konsequenzen an.

Für die repräsentative Untersuchung „Game over: Wie abhängig machen Computerspiele?“ hat das Forsa-Institut 1.531 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. Erstmals wurde in dieser Studie die Häufigkeit einer Computerspielabhängigkeit in einer für Deutschland repräsentativen Stichprobe untersucht. Grundlage sind wissenschaftliche Kriterien aus Amerika (Internet Gaming Disorder Scale). Werden mindestens fünf von neun Standardfragen mit „ja“ beantwortet, gelten die Teilnehmer laut Fragebogen als „computerspielabhängig“. „Nach der aktuellen DAK-Studie sind in der Altersgruppe der 12- bis 25-Jährigen 5,7 % von einer Computerspielabhängigkeit betroffen“, sagt Professor Dr. Rainer Thomasius, Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). „Männliche Personen sind mit 8,4 % deutlich häufiger abhängig als weibliche“.

Hauptergebnisse bei allen befragten Jungen und jungen Männer: Am Wochenende spielen sie im Durchschnitt fast drei Stunden pro Tag am Computer. Sechs Prozent hatten „ernsthafte Probleme mit Familie oder Freunden“ durch Computerspiele. 13 % konnten das Spielen gegen den Rat anderer Menschen nicht reduzieren. 19 % hatten Streit durch ihr Spielverhalten. 26 % fühlten sich unglücklich, weil sie nicht spielen konnten. Befragte Mädchen berichteten nur halb so häufig oder noch seltener von derartigen Problemen.

„Diese Zahlen der neuen DAK-Studie sind beunruhigend und zeigen, dass wir das Thema weiterhin ernst nehmen müssen“, sagt Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. „Computerspiele sind heute Bestandteil der Alltagskultur vieler Jugendlicher und junger Erwachsener und längst nicht jede Spielerin oder Spieler hat ein Problem. Die Studie zeigt aber, dass gerade bei den 12- bis 17-Jährigen, und hier vor allem bei den Jungen, die Gefahr besteht, dass sie ihren Konsum nicht mehr kontrollieren können. Bis zu 226 Minuten an Wochentagen, das sind knapp vier Stunden! Ausreichend Zeit für die Familie, für Freunde, für Aktivitäten an der frischen Luft bleibt da kaum noch. Umso wichtiger ist es für Kinder und Jugendliche, einen selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien zu erlernen. Dafür werde ich mich – neben einem verbesserten Jugendschutz und der suchtpräventiven Gestaltung von Computerspielen – weiter einsetzen.“

Laut Untersuchung haben Computerspiele bei den befragten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufig negative soziale Auswirkungen in verschiedenen Bereichen:

  • 46 % der Befragten vernachlässigen soziale Kontakte zu Freunden oder zu Familienangehörigen, die ihnen früher wichtigen waren. In der Altersgruppe der 15- bis 17-jährigen Jungen sind es mit 69 % die meisten.
  • 40 % der Befragten haben wegen der Nutzung von Computerspielen Streit mit den Eltern. In der Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen Jungen sind es mit 89 % die meisten.
  • 16 % der Befragten nehmen wegen der Nutzung von Computerspielen nicht an gemeinsamen Mahlzeiten teil. In der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen Jungen sind es mit 34 % die meisten.

„Als Krankenkasse kümmern wir uns ein Leben lang um unsere Versicherten, deshalb wollen wir Risiken früh erkennen, benennen und Hilfe anbieten“, sagt Andreas Storm, designierter Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. „Damit die Angebote genau zu den Bedürfnissen der betroffenen Familien passen, untersuchen wir das Thema Internetsucht und Gaming nun bereits im zweiten Jahr.“ Die Studie „Game over“ zeige, dass der intensive Gebrauch von Computerspielen häufig zu Streit und Problemen in Familien führe. Frühere Untersuchungen hätten ergeben, dass bei vielen Eltern offenbar eine große Verunsicherung bei der Internetnutzung ihrer Kinder herrsche und nur selten Regeln vorgegeben würden.

„Kinder und Jugendliche bedürfen eines besonderen Schutzes vor einer unkontrollierten und exzessiven Nutzung von Computerspielen“, fordert Suchtexperte Professor Dr. Rainer Thomasius. Bei der Altersbewertung von Online-Spielen müssten Kriterien für Spiele, die eine hohe Spielbindung und ein definiertes Suchtpotenzial erwarten ließen, berücksichtigt werden. Die Altersfreigabe „Ab 0 Jahren“ müsse „sehr kritisch gesehen werden“. Altersfreigaben sollten frühestens ab 3 Jahren erfolgen können, so Thomasius. Bewerbungen von Angeboten für Kinder und Jugendliche mit unklarem oder erwiesenem Suchtpotential sollten unzulässig sein.

Als Konsequenz aus den aktuellen Umfrageergebnissen setzt die DAK-Gesundheit ihre Aufklärungskampagne fort. Die Krankenkasse finanziert Broschüren, die Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte gezielt über das Thema Internet- und Computersucht informieren. Herausgegeben werden die Hefte mit ausführlichen Hintergrundinformationen, Beispielen und einem Selbsttest vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum  Hamburg-Eppendorf.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.computersuchthilfe.info oder unter www.dak.de/internetsucht.

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Schneller wieder auf den Beinen

Neue Wege beim künstlichen Gelenkersatz von Hüfte und Knie (ENDO  AKTIV)

Prof. Dr. med. Georg Köster, Chefarzt der Schön Klinik Lorsch, leitet das dortige EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung. An der Klinik werden seit 14 Jahren Kurzschäfte eingesetzt. Köster lehrt im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie an der Georg-August-Universität Göttingen und beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren wissenschaftlich und klinisch mit dem künstlichen Gelenkersatz. Laut Focus Liste gehört er auch 2016 wieder zu den besten Ärzten Deutschlands.

Prof. Dr. med. Georg Köster, Chefarzt der Schön Klinik Lorsch, leitet das dortige EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung. An der Klinik werden seit 14 Jahren Kurzschäfte eingesetzt. Köster lehrt im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie an der Georg-August-Universität Göttingen und beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren wissenschaftlich und klinisch mit dem künstlichen Gelenkersatz. Laut Focus Liste gehört er auch 2016 wieder zu den besten Ärzten Deutschlands.

Der künstliche Gelenkersatz an Hüfte und Knie ist eine der erfolgreichsten Operationen weltweit. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die zu einer erheblichen Minderung von Mobilität und Lebensqualität führen, können damit erfolgreich behandelt werden. Während konservative Behandlungsmethoden die Beschwerden durch eine Arthrose in frühen Stadien erfolgreich beseitigen – und in weiter fortgeschrittenen Stadien teilweise lindern und damit eine Operation hinauszögern können – ist beim Ausbleiben des konservativen Therapieerfolges der Gelenkersatz oft die einzige sinnvolle Maßnahme. Sehr viele Patienten profitieren davon und sind mit dem Operationsergebnis zufrieden. Dennoch soll die Entscheidung zum Eingriff nicht leichtfertig gefällt, sondern sorgfältig abgewogen werden. Die abgewogene Entscheidung auf Grund klarer und nachvollziehbarer Kriterien, die gemeinsam von Patient und erfahrenem Arzt getroffen werden muss, ist deshalb der erste Schritt zum Einschlagen des richtigen Weges. Hinzu kommt die vernünftige Aufklärung über den Eingriff  selbst und über realistische Erwartungen, was das Leben mit einem künstlichen Gelenk bedeutet. Diese Aufklärung ist dann auch der erste Baustein eines neuen Konzeptes, das wir auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen und den langjährigen Erfahrungen unserer Operateure in unserem Klinikverbund entwickelt haben.

Im Vergleich zu hergebrachten Verfahren beim Gelenkersatz von Hüfte und Knie wurde der gesamte Behandlungsablauf durch unsere Endoprothetik-Experten so optimiert, dass der Patient früher wieder mobil wird und damit seine Selbständigkeit zurückgewinnt. In diesem ganzheitlichen Therapiekonzept stehen die Zufriedenheit des Patienten und die Verbesserung der Behandlungsqualität klar im Vordergrund.

Schon vor dem Eingriff erfolgt eine ebenso individuelle wie intensive Schulung in der Klinik, um den Patienten über die genauen Abläufe der Knie- oder Hüft-Operation zu informieren. Nach unseren  Erfahrungen gehen gut informierte Patienten entspannter in die Klinik und arbeiten später bei der Nachbehandlung aktiver mit. Das ist für den Behandlungserfolg mindestens ebenso wichtig, wie die Operation selbst.

Der operative Eingriff als solcher wird in unserem zertifizierten EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung ausschließlich von erfahrenen Operateuren durchgeführt. Speziell ausgewählte Implantate und Operationsverfahren entsprechen den höchsten medizinischen Anforderungen, basieren auf langjährigen, fundierten Erfahrungen und auf den neuesten Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung.

Wenn kein medizinischer Grund dagegen spricht, erhalten unsere Patienten eine für den Körper verträglichere Rückenmarksnarkose (Spinalanästhesie) mit einem Schlafmittel. Es wird kein Urinkatheter gelegt. Die Operation selbst wird muskelschonend durchgeführt. Bereits während dieser OP werden in das Wundgebiet schmerzstillende Mittel eingebracht, die in den ersten Stunden nach der Operation die Schmerzen sehr effektiv lindern. Darüber hinaus erhält der Patient ein Mittel, das die Blutungsneigung hemmt. So kann nachgewiesenermaßen der Blutverlust verringert und die Gabe von Fremdblut bis auf extrem wenige und spezielle Fälle vermieden werden.  Des Weiteren werden bis auf wenige Ausnahmen keine Wunddrainagen mehr gelegt. Das schmerzhafte Entfernen der Drainagen nach der Operation entfällt.

Unsere  Patienten dürfen sich direkt nach der Operation frei bewegen oder können mit Unterstützung des Krankengymnasten schnell wieder auf eigenen Beinen stehen und nach einigen Tagen selbstständig gehen (Frühmobilisation). Sie dürfen sofort auf dem Rücken oder auf der Seite liegen, was den Patienten die Angst vor langer Rückenlage nimmt, und sie dürfen schon bald nach der OP die erste Mahlzeit zu sich nehmen. Dadurch wird die Stresssituation im Körper reduziert, die Patienten fühlen sich insgesamt gesünder. Durch eine individuell angepasste und gezielte Medikamentengabe werden Schmerzen nach der OP auf ein Minimum reduziert. Bei der Entlassung der Patienten spielen neben den medizinischen Kriterien auch die Selbsteinschätzung und das Einverständnis des Patienten eine wichtige Rolle. Damit können wir auf subjektive Befürchtungen gezielt eingehen und objektive Risiken eines zu frühen Entlassens vermeiden.

Das von uns entwickelte und bisher von über 11.000 Patienten in Anspruch genommene  Behandlungsverfahren (ENDO  AKTIV), wird kontinuierlich überwacht, und die Ergebnisse werden konsequent dokumentiert und ausgewertet. Die Resultate sind überzeugend.

y50_koester-endo-aktiv-konzeptZum guten Schluss: Als wir vor über einem Jahr in der Schön Klinik Lorsch mit der Methode begannen, mussten einige  „alte Zöpfe“ abgeschnitten werden. Vorangegangene Erfahrungen in Skandinavien und die damit erzielten Ergebnisse sowie eine eingehende kritische Bewertung konnten mich als einen seit über 25 Jahren im Bereich künstlicher Gelenkersatz tätigen Operateur überzeugen. Die bisher erzielten Resultate und die Rückmeldungen meiner Patienten übertreffen meine Erwartungen. Unser bisheriger Erfahrungsschatz hat dabei einen hohen Wert und kommt unseren Patienten zugute.

Veranstaltungshinweis:

Schneller wieder auf den Beinen – ein neuer Weg beim künstlichen Gelenkersatz

Prof. Dr. med. Georg Köster (Chefarzt, Schön Klinik Lorsch) und Volker Molitor (Leiter der Physiotherapie) informieren am Mittwoch, den 18. Januar 2017, 18:00 im Bürgerhaus Bensheim (Dalbergergasse 15, 64625 Bensheim) im Rahmen einer Patienteninformationsveranstaltung über das neue Behandlungskonzept. Dabei greifen die beiden Referenten auf die Erfahrungen in der Schön Klink Lorsch sowie auf die Ergebnisse von über 10.000 Behandlungen dieser Art innerhalb der Schön Kliniken zurück.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Georg Köster
Chefarzt
Schön Klinik Lorsch
Wilhelm-Leuschner-Straße 10
64653 Lorsch

Tel.: 06251 / 9464650
Mail: MSchmelig@Schoen-Kliniken.de

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