Bei Diabetes auch auf die Blutfette achten

Plätzchen, Christstollen, Glühwein: Die Weihnachtstage sind für Menschen mit Diabetes eine Herausforderung. Sie müssen keineswegs auf alle traditionellen Leckereien verzichten, solange sie ihren Blutzuckerspiegel im Auge behalten. Doch auch den Blutfetten sollten Diabetespatienten Aufmerksamkeit schenken.

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Innenwände der Gefäße und macht sie besonders anfällig für Ablagerungen. Bei Diabetes ist es daher wichtig, Schädigungen der Arterien durch eine sorgfältige Kontrolle des Blutzuckerspiegels vorzubeugen. Darüber hinaus sollten die betroffenen Patienten darauf achten, dass sich ihre Blutfettwerte im empfohlenen Bereich bewegen. Überschüssiges LDL-Cholesterin bildet insbesondere in vorgeschädigten Gefäßen atherosklerotische Plaques, die zu einer Verengung und Verhärtung der Arterien führen. Entstehende Blutgerinnsel können die Gefäße komplett verstopfen, Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folgen sein.

Weihnachtlich und trotzdem gesund essen
„Wer aufgrund von Risikofaktoren wie Diabetes ganz besonders auf seine Blutfette achten muss, sollte auch in der Weihnachtszeit möglichst bewusst genießen“, rät Erhard Hackler, Vorstand des Bundesverbands für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz. Erlaubt, lecker und sehr weihnachtlich sind zum Beispiel bunte Teller mit Orangen, Äpfeln, Nüssen und Mandeln. Letztere enthalten zwar viel, aber gesundes Fett sowie reichlich Eiweiß und Vitamine. Ein festliches und gesundes Hauptgericht ist Lachs: Fetter Fisch enthält viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren und wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Auch ein Weihnachtsbraten darf sein – als Beilage zu Gemüse und Rohkostsalat. „Allzu streng sollte man gerade an Weihnachten aber nicht sein. Denn am wichtigsten ist nicht, was wir zwischen Weihnachten und Neujahr essen, sondern die Ernährung zwischen Neujahr und Weihnachten“, sagt Hackler. Zudem kann ein ausgiebiger Spaziergang nach dem Essen die eine oder andere Sünde wieder ausgleichen. Bei bestimmten Patienten sind die Cholesterin- und Triglyceridwerte trotz einer gesunden Lebensweise bedenklich hoch – etwa aufgrund einer genetischen Vorbelastung, anderen Begleiterkrankungen oder sonstigen Risikofaktoren wie Rauchen. Diese Patienten sind auf die Hilfe von blutfettsenkenden Medikamenten angewiesen, um sich vor Herzinfarkt und Schlaganfall zu schützen.

Wer ist besonders gefährdet, Atherosklerose zu entwickeln? Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Blutfettwerte? Welche Lebensmittel wirken sich günstig auf die Blutfette aus? Wie lässt sich mehr Bewegung mit einem ausgefüllten Berufsleben vereinbaren? Diese und andere Fragen beantwortet die Broschüre „Cholesterin wirksam senken“. Sie ist kostenfrei und kann über das Internet beim Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz angefordert werden: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.bgv-cholesterin-senken.de.

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