Da steckt Bewegung drin: Barmer GEK ist Gesundheitspartner der Lilien und präsentiert sich mit einer neuen Geschäftsstelle

„Aus Tradition anders“ und „Gesundheit weitergedacht“ – die Botschaften vom SV Darmstadt 98 und der Barmer GEK zeigen deutlich, es gibt viele kreative Ansätze und Gemeinsamkeiten für eine Zusammenarbeit. Pünktlich zur neuen Saison haben sie deshalb eine Kooperation abgeschlossen.

„Ein starkes Team“ – Michael Weilguny, Geschäftsführer des SV Darmstadt 98, zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer der Barmer GEK Darmstadt, Frank Wahl.

„Ein starkes Team“ – Michael Weilguny, Geschäftsführer des SV Darmstadt 98, zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer der Barmer GEK Darmstadt, Frank Wahl.

Beim Thema Gesundheit gehen beide Partner einen gemeinsamen Weg. Damit verbinden sie die Erfahrungen aus dem Spitzensport mit dem Expertenwissen einer Krankenkasse. „Unser Ziel ist es, für mehr Sport und Bewegung zu werben. Darum freuen wir uns, offizieller Gesundheitspartner des SV Darmstadt 98 zu sein. Der Verein hat es in den letzten Jahren geschafft, mit seinen Aufstiegen bis in die 1. Bundesliga Fußballgeschichte zu schreiben. Mit ihrem Zusammenhalt als Team haben sie viele Menschen begeistert und nicht nur für den Sport gewonnen“, so Frank Wahl, Barmer GEK-Chef für Südhessen.

„In den Gesprächen mit der Barmer GEK war schon früh zu erkennen, wir passen wirklich gut zusammen und können in Sachen Gesundheit bestimmt einiges bewegen“, ist sich Michael Weilguny, Geschäftsführer des SV Darmstadt 98, sicher. Das Thema Gesundheit spielt jetzt eine wichtige Rolle am Böllenfalltor. Frank Wahl: „Die Zuschauer und Unternehmen sind zurecht begeistert von der Entwicklung ihres Vereins. Diese Begeisterung wollen wir aufnehmen und ausbauen, damit alle mehr Sport und Bewegung in ihren Alltag bringen. Und wie das geht, zeigen wir gerne.“ An zwei Spieltagen pro Saison werden innovative Gesundheitsaktionen mit den Zuschauern im Stadion gestartet.

Modern, offen und diskret – Eine wahre Verwandlung! Hier werden ab Winter 2016 Kunden betreut

Modern, offen und diskret – Eine wahre Verwandlung! Hier werden ab Winter 2016 Kunden betreut.

Neuer Standort am Steubenplatz
So neu wie die Partnerschaft mit den Lilien ist auch der neue Standort am Steubenplatz. Seit 92 Jahren ist die Barmer GEK in Darmstadt präsent, die letzten Jahrzente davon in der Rheinstraße 23. Jetzt wurde es Zeit für Veränderungen. Der Neubau am Steubenplatz 17 – gleich vis à vis zur Darmstädter Kunsthalle – bot sich dafür bestens an.

„Wir haben lange gesucht, um das passendes Objekt für unsere neue Beratungswelt zu finden. Deutlich bessere Parkmöglichkeiten für unsere Kunden, im Vergleich zur Rheinstraße war ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Standortauswahl“, so Frank Wahl. Künftig präsentiert sich am Standort die Geschäftsstelle im neuen Design mit moderner Möblierung in offenen, hellen und freundlichen Räumen – natürlich barrierefrei. Im Eingangsbereich gibt es einen Servicepoint. Hier wird der Kunde direkt empfangen und kann kleinere Anliegen oder die Abgabe von Unterlagen schnell und bequem erledigen. Für eine ausführliche Beratung wechseln die Berater mit ihren Kunden in sogenannte Beratungsinseln. Die neuen Beratungsinseln bieten die Möglichkeit in angenehmer und ruhiger Atmosphäre, die komplexen Kundenanliegen zu besprechen. Für vertrauliche Beratungen steht ein Beratungszimmer zur Verfügung um gerade bei sensiblen Themen rund um die Gesundheit unseren Kunden genügend Privatsphäre zu bieten. Am Standort befindet sich ebenfalls der Sitz der Hauptgeschäftsführung, die für alle Standorte in Südhessen gesamtverantwortlich ist.

„Unser Ziel ist es, möglichst viele Angelegenheiten direkt vor Ort abschließend und zur Zufriedenheit unserer Kunden zu klären“, Frank Wahl. „Der Kunde soll sich bei uns und mit unserer Beratung gut aufgehoben fühlen.“ Die erweiterten Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 9 bis 18:30 Uhr, freitags bis 16 Uhr haben sich bereits in der Rheinstraße bewährt und werden auch am Steubenplatz angeboten.

„Wir wünschen den Lilien eine gute Saison und uns einen erfolgreichen Start in unseren neuen Geschäftsräumen“, so Frank Wahl abschließend.

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Innere Medizin, Prävention | Kommentare deaktiviert

Unterschätzte Gefahr: Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober 2016

Die Zahlen sind erschreckend: Allein in Deutschland sterben jährlich über 40.000 Menschen an Venenthrombosen und Lungenembolien, medizinisch als venöse Thromboembolie (VTE) bezeichnet. Europaweit sind es über 500.000 Menschen. „Das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen“, weiß Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Direktor der Klinik für Gefäßmedizin. Er ist einer der bundesweiten Initiatoren des Welt-Thrombose-Tags am 13. Oktober.

Das Wissen um die Thrombose (verstopftes Blutgefäß) und die Lungenembolie, eine der gefährlichsten Folgekomplikationen der Thrombose, ist in der Bevölkerung extrem niedrig: Laut einer aktuellen Umfrage haben 50 % der Befragten den Begriff Lungenembolie noch nie gehört.

Daher engagieren sich internationale und nationale Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA), die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie (DGP) und die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) im Rahmen des Welt-Thrombose-Tages am 13. Oktober. Ihr gemeinsames Ziel: Aufklären, das Bewusstsein für die Erkrankung erhöhen, vermeidbare Todesfälle verhindern.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe diskutieren Gefäßspezialisten mit den Deutschen Hausärzteverband, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und dem Aktionsbündnis Patientensicherheit über die Zukunft der Patientenversorgung und Herausforderungen in der intersektoralen Versorgung.

Die Diskussionsrunde „Risiko Thrombose: Umsetzung der Leitlinien in die klinische Praxis“ hat  Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Direktor der Klinik für Gefäßmedizin – Angiologie am Klinikum Darmstadt  initiiert, um die Versorgung von Patienten mit Thrombose oder Lungenembolie in Deutschland weiter zu verbessern.

Lungenembolie – vermeidbare Todesfälle verhindern
Bei einer Thrombose bildet sich in einem gesunden oder vorgeschädigten Blutgefäß – meist einer Vene – ein Blutgerinnsel (Thrombus), welches das Gefäß verengt oder verstopft. Thrombosen treten manchmal als gut sicht- und tastbare, aber auch schmerzhafte Venenentzündungen auf. Sitzen sie tiefer im Körper, spricht man von einer tiefen Bein- oder Beckenthrombose. Noch gefürchteter als die venöse Thrombose selbst, sind ihre möglichen Komplikationen. Wird ein Thrombus mit dem Blutstrom in weitere Körperbereiche fortgeschwemmt, besteht die Gefahr, dass er die Blutgefäße in der Lunge blockiert. Dieses Ereignis, von den Auswirkungen mit einem Herzinfarkt vergleichbar, wird auch Lungenembolie genannt und verläuft häufig tödlich.

Thrombose – schleichender Tod im Gefäßsystem
Völlig unvorbereitet trifft das Schicksal Thrombose viele Menschen jedes Jahr. Allein ins Klinikum Darmstadt kommen jeden Tag Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Thrombose. Erste Anzeichen können auch muskelkaterähnliche Beschwerden, Wadenschmerzen, einseitige Schwellungen am Bein und eine bläuliche Verfärbung der Haut sein. Eine Lungenembolie macht sich durch plötzliche Atemnot bemerkbar. Gefäßmediziner können Thrombosen mit einer Ultraschalluntersuchung ausschließen oder feststellen. Die Diagnose Lungenembolie wird mithilfe der Computertomographie gestellt: „Die venöse Thromboembolie zählt zu den häufigsten und potenziell tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann jeden treffen, in jedem Alter, zu jeder Zeit“, schlägt Bauersachs Alarm. Doch trotz des bedrohlichen Risikos sind das Bewusstsein und das Wissen um die Erkrankung in der Gesellschaft gering.

Risikofaktoren: Langes Liegen oder Sitzen
Ein erhöhtes Thromboserisiko haben Menschen nach längerem Sitzen oder Liegen, ältere Menschen, Krebspatienten. Wer sich regelmäßig bewegt, kann vorbeugen. Deshalb wird auch bei langen Flugzeiten geraten, immer mal wieder aufzustehen oder Füße und Beine zu bewegen. Um das Blut im Fluss zu halten, ist auch die Zufuhr von genügend Flüssigkeit wichtig. Risikopatienten sollten Kompressionsstrümpfe tragen, bei Klinikaufenthalten können Heparinspritzen oder blutverdünnende Tabletten einer Thrombose vorbeugen.

Mehr Infos unter:
www.risiko-thrombose.de/welt-thrombose-tag.html
www.dga-gefaessmedizin.de

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Innere Medizin, Prävention, Terminhinweise | Kommentare deaktiviert

Was man über die Grippe wissen sollte

Die Grippe ist wie ein viraler Blitzkrieg: Während wir uns bereits morgens schlapp fühlen, kommen schon am Vormittag Muskelschmerzen, Fieber und Schüttelfrost dazu, bevor wir am Abend richtig flachliegen. Während ein grippaler Infekt zwar lästig, aber dafür harmlos ist, sollte eine Grippe mit hohem Fieber ärztlich behandelt werden. Die unterschätzte Infektionskrankheit fordert in Deutschland durchschnittlich zwischen 8.000 und 11.000 Todesopfer.

Was ist eine Grippe und wie entsteht sie?
Die „Influenza“ (von lat. „influere“ für hineinfließen, sich einschleichen) beginnt meist schlagartig mit den typischen Symptomen, wie sie auch bei einer Erkältung bekannt sind. In der Regel treten aber zusätzlich Schweißausbrüche und hohes Fieber auf. Übertragen wird die Grippe durch Influenzaviren des Typs A, B und C aus der Familie der Orthomyxoviridae. Typ A ist der gefährlichste und führt zu den schwersten Symptomen. Er ist gleichzeitig das häufigste Influenzavirus, das alle 2-3 Jahre durchaus auch eine Epidemie verursachen kann. So starben im Winter 1995/96 allein in Deutschland etwa 30.000 Menschen an den Folgen der Influenza.

Neue Saison, neue Erreger
Kommt es zu einer Grippeinfektion, produziert der Körper Antikörper gegen eine bestimmte Art des Virus. Wenn die Person später wieder von den gleichen Erregern befallen wird, so fällt die Krankheit milder aus, da bereits ein gewisses Maß an Antikörper vorhanden ist. Ein großes Problem für die Medizin ist die Variabilität des Virus: Da Grippeviren schnell mutieren können, wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt, der über die entsprechenden Antigene gegen den aktuellen Virus verfügt.

Für wen ist eine Impfung sinnvoll?
Die Stammzusammensetzung der Influenza-Impfstoffe muss jedes Jahr an die aktuelle epidemiologische Situation angepasst werden, weil sich die Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren verändern können.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Impfung insbesondere für folgende Personen:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Personen mit chronischen Leiden (Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus etc.)
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • Schwangere
  • Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, z.B. medizinisches Personal

Diabetiker sollten sich gegen Grippe impfen lassen
Bei Diabetes ist die körpereigene Abwehr aufgrund des hohen Blutzuckerspiegels geschwächt. Für Diabetiker ist eine Grippe-Impfung daher besonders wichtig. Erst kürzlich fanden britische Wissenschaftler heraus, dass geimpfte Typ-2-Diabetiker seltener wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen hospitalisiert wurden als diejenigen, die sich nicht impfen. Darüber hinaus zeigen Studien immer wieder, dass Diabetiker anfälliger für ernste Komplikationen durch eine echte Grippe sind als Menschen ohne die Zuckerkrankheit.

Wie kann man sich am besten schützen?

  • Prävention ist besser als Therapie
    Die Grippeimpfung ist die wirksamste Art, sich gegen eine Influenza und eventuelle Komplikationen zu schützen. Die Influenza-Impfstoff-Wirksamkeit beträgt bei gesunden Erwachsenen bis zu 89 %. Meistens wird die Impfung im September und Oktober durchgeführt. So kann der Körper bereits vor der Grippewelle Antikörper produzieren. Die Impfungen müssen jedes Jahr neu erfolgen, denn gegen veränderte Viren sind die Impfstoffe des Vorjahres meist kaum wirksam.
  • Richtige Hygiene verringert das Infektionsrisiko
    Influenzaviren können bis zu drei Tage auf Banknoten überleben. Häufiges Händewaschen, die Verwendung von antibakteriellen Seifen und flüssigen Desinfektionsmitteln können eine wirkungsvolle Maßnahme zum Schutz vor Influenzaviren sein.
  • Der Gesundheit auf die Sprünge helfen
    Während der Grippesaison können Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate die Immunabwehr unterstützen. Experten empfehlen insbesondere Vitamin C, Zink, Rutin und Fischöl.
  • Eine gesunde Lebensweise und körperliche Aktivität
    Eine gesunde Ernährung, reich an Vitaminen und Mineralien, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr können neben regelmäßiger physischer Ertüchtigung ebenfalls zu einer besseren Immunabwehr beitragen.

Textquelle: medicalpress.de

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Immunologie, Prävention | Kommentare deaktiviert

Vegane Ernährung: gut beraten lassen

Ein Grund: Durch die gestiegene Nachfrage hat sich der Markt für vegane Nahrungsmittel inzwischen dem normalen Markt angeglichen. Viele der angebotenen Lebensmittel seien hoch verarbeitete Fertigprodukte, die mit Zusätzen versehen sind und mit gesunder Ernährung nur noch wenig zu tun haben, so Prof. Dr. Grimm: „Ob vegan oder nicht vegan: Fertigprodukt ist Fertigprodukt.“

Auch bei einem veganen Lebensstil gelte es, auf ausgewogene Ernährung zu achten. „Selbst bei veganen und Bio-Produkten gilt: um einen gesundheitlichen Vorteil zu bekommen, muss man sein Ernährungsverhalten im Auge behalten.“

Der Ernährungswissenschaftler rät daher dazu, sich bei der Entscheidung zum Verzicht auf tierische Produkte qualifiziert beraten zu lassen. „Wer sich vegan ernähren möchte, muss sich intensiv damit beschäftigen.“

Risiko Mangelernährung
Ein gesundheitliches Risiko der veganen Ernährung sieht der Ernährungswissenschaftler bei der Nährstoffzufuhr. Wer tierische Produkte einfach durch pflanzliche ersetze, so Prof. Dr. Grimm, riskiere seine Gesundheit: „Pflanzliche Ersatzprodukte für Fleisch und Milch liefern manche Nährstoffe einfach nicht, zum Beispiel Vitamin B12.“

Zwar würden Produkte wie Algen oder Shiitake-Pilze als Lieferanten für Vitamin B12 beworben. „Doch nur weil das Vitamin in diesen Produkten enthalten ist, heißt das noch lange nicht, dass der Körper es auch daraus gewinnen kann.“ Nach dem heutigen Wissensstand sei das bei den meisten Menschen nicht in ausreichender Menge möglich.

Ohne Nahrungsergänzungsmittel geht es nicht – und auch dann nicht für jeden
Der Mangel an Vitamin B12 könne allerdings durch Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel in Form von Vitamintabletten, ausgeglichen werden, so Prof. Dr. Grimm. Für einige Bevölkerungsgruppen sei aber auch das nicht ausreichend: „Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche kann man eine vegane Ernährung nicht empfehlen, da diese Gruppen mehr Nährstoffe brauchen.“

Kinder und Jugendliche, die sich im Wachstum befinden, reagierten sehr empfindlich auf Nährstoffmangel. Prof. Dr. Grimm spricht sich daher entschieden gegen Empfehlungen für rein vegane Verpflegung an Kitas und Schulen aus. „Vegane Ernährung an Kitas und Schulen trifft auch Haushalte, die diese Ernährung zuhause nicht umsetzen können – sei es aus Gründen der Motivation, des Wissens oder des Geldes. Eine ausgewogene Ernährung ist damit nicht gegeben.“

Detaillierte Empfehlungen, Fachvorträge
Neben diversen gesundheitlichen Aspekten behandelte die Konferenz folgende Themen:

  • Nachhaltigkeit veganer Ernährung
  • Wer isst vegan? Eine demographische Untersuchung des Lebensstils
  • Empfehlungen für den Einsatz und die Qualitätssicherung veganer Ernährung in Universitätsmensen und Betriebskantinen
  • Aktuelle Verbrauchererwartungen und die Frage, wie die Lebensmittelindustrie diese Erwartungen in Produktion, Qualitätssicherung und Handel umsetzen kann

Der Tagungsband mit den Abstracts der Sprecher sowie einem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zum Thema vegane Ernährung und Gesundheit ist als Download erhältlich unter www.uni-hohenheim.de/presse, die gedruckte Ausgabe kann bei Interesse angefordert werden unter zentrale@dge-bw.de.

Universität Hohenheim
www.uni-hohenheim.de

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Ernährung | Kommentare deaktiviert

Schokolade: Gut für Herz und Hirn?

Diese Nachricht zergeht auf der Zunge: Neuen Forschungsergebnissen zufolge muss niemand mehr ein schlechtes Gewissen haben, wenn er Schokolade isst: Denn laut einer internationalen Studie kann jeder, der regelmäßig zu der kakaohaltigen Nascherei greift, seine kognitiven Fähigkeiten steigern – das dürfte nicht nur Schokoholics freuen!

Nicht nur für die Seele, sondern auch für das Herz
Nach einem besonders anstrengenden Tag wird Schokolade oft zum Seelentröster. Einige ihrer Inhaltsstoffe beeinflussen bestimmte Botenstoffsysteme im Gehirn wie etwa Serotonin, Dopamin und Endorphine, die unter anderem auch für Emotionen verantwortlich sind. Dabei schmeckt Schokolade nicht nur gut, sondern ist auch noch gesund: So deckt bereits eine Rippe dunkler Schokolade 20 bis 25 % des Tagesbedarfs an Calcium und Magnesium. Zudem ist Schokolade ein natürlicher Muntermacher: Mit einem Anteil von 200 mg belebt das strukturell mit Koffein verwandte Theobromin auf ganz natürliche Weise. Und auch das Herz-Kreislauf-System profitiert von der süßen Köstlichkeit. Wissenschaftlern zufolge gehen die gesundheitsfördernden Auswirkungen auf die in Schokolade enthaltenen Flavonoide zurück. So können Catechine, Epicatechine und Procyanidine nicht nur die kardiovaskuläre Gesundheit unterstützen, sondern auch vor Krebs schützen, das Immunsystem stärken und Depressionen lindern.

Klar im Kopf durch Schokolade?
Studien der Universitäten Maine, South Australia und Luxembourg haben sich auf die Auswirkungen von Schokolade auf das Gehirn konzentriert. Hierzu wurden Daten von über 30 Jahren ausgewertet. Untersucht wurden die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 1000 Personen sowie deren Herz-Kreislauf-Gesundheit. Dabei wurden die Teilnehmer diversen Tests unterzogen, um ihre kognitiven Fähigkeiten wie räumliches und abstraktes Denken zu analysieren. Eine Testgruppe konsumierte mindestens einmal wöchentlich Schokolade, die anderen Teilnehmer aßen weniger. Interessanterweise wiesen die Probanden mit dem „süßen Zahn“ die deutlich besseren Ergebnisse auf. Es stellte sich heraus, dass das Gehirn schneller arbeitete und Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit zunahmen.

Schokolade für alle?
Die Forscher gehen davon aus, dass die positiven Effekte auf die enthaltenen Flavonoide und Methylxanthine (Koffein und Theobromin) zurückzuführen sind. „Die bisherigen Studien konzentrierten sich auf die direkten Auswirkungen nach dem Verzehr von Schokolade. Unsere Untersuchung berücksichtigt Schokolade als Bestandteil in einer ausgewogenen Ernährung“, erklärt Dr. Georgina Crichton, eine der Autorinnen der Studie. Dennoch ist Vorsicht geboten: Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte Schokolade maßvoll genossen werden. 25 g am Tag sind laut Dr. Crichton erlaubt.

medicalpress.de

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Ernährung, Prävention | Kommentare deaktiviert

Wenn die neue Brille plötzlich nicht mehr passt

Verändert sich die Sehschärfe innerhalb eines Tages, kann dies ein frühes Warnzeichen für Diabetes mellitus sein. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hin. „Der Augenarzt kann Folgen der Stoffwechselerkrankung schon mit einer einfachen Untersuchung des Augenhintergrundes erkennen“, erläutert Prof. Dr. Horst Helbig, Präsident der DOG.
Früherkennung und regelmäßige Untersuchungen des Auges sind bei Diabetes wichtig, weil sonst schwere Netzhautschäden drohen.

„Zu uns kommen jede Woche Patienten in die Augenklinik, die unter Schwankungen der Sehschärfe im Tagesverlauf leiden“, sagt Prof. Dr. Gabriele Lang. „Die Ursache dafür ist Diabetes mellitus“, fügt die Leiterin der Sektion konservative Retinologie und Laserchirurgie der Universitäts-Augenklinik Ulm hinzu. Doch ein Teil der Patienten wisse bis zur Augenuntersuchung nicht, dass sie an der Stoffwechselstörung erkrankt sind. „Typische Schilderungen dieser Patienten lauten: Heute früh habe ich noch verschwommen gesehen, jetzt ist es wieder besser“, berichtet die DOG-Expertin weiter. Oder aber eine optimal angepasste Brille scheint zwei Tage später nicht mehr zu passen. „Der Patient sieht dann mit den neuen Gläsern in der Ferne oder Nähe plötzlich wieder schlechter“, so Lang.

In vielen dieser Fälle liegt die Ursache bei Blutzuckerschwankungen, die auf einen Diabetes hinweisen. „Der steigende Blutzuckerspiegel erhöht den osmotischen Druck im Auge, was wiederum zu Wassereinlagerungen in der Augenlinse führt“, erläutert die DOG-Expertin. Die Folge ist, dass sich die Form der Linse vorübergehend verändert und damit auch die Fähigkeit, scharf zu sehen. „Wer solche Anzeichen bei sich bemerkt, sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen“, rät Gabriele Lang.

Der Ophthalmologe kann mit einer Spiegelung des Augenhintergrundes die Gefäße der Netzhaut, der Retina, untersuchen und diabetesbedingte Veränderungen erkennen, bevor die Stoffwechselerkrankung sich mit anderen Symptomen bemerkbar macht. „Für diese Untersuchung erweitern wir zuvor die Pupille mit Augentropfen“, erklärt Lang. „Je nach Schweregrad der Erkrankung sehen wir dann kleine rote Pünktchen auf der Netzhaut – dabei handelt es sich um Blutungen – oder Aussackungen an den Gefäßen, sogenannte Mikroaneurysmen.“ Zu weiteren krankhaften Veränderungen zählen Schwellungen, Gefäßneubildungen der Netzhaut oder Glaskörperblutungen. In jedem Fall fragt der Augenarzt, ob ein Diabetes bekannt ist. „Wird die Frage verneint, überweisen wir an den Hausarzt oder einen Internisten, um den Patienten auf Diabetes hin untersuchen zu lassen“, sagt Lang.  Grund: Schreitet die Stoffwechselstörung ungebremst voran, schädigt der Blutzucker zunehmend die kleinen Blutgefäße, die die Netzhaut mit Nährstoffen versorgen. So weisen 80 Prozent der Patienten, die unter Diabetes Typ 2 leiden, nach zwanzig Jahren eine diabetische Retinopathie auf. In den Industrienationen ist dies die häufigste Erblindungsursache im erwerbsfähigen Alter.

„Regelmäßige Augenuntersuchungen sind für Diabetespatienten deshalb sehr wichtig“, betont Gabriele Lang. „zumal die Erkrankung für den Patienten lange Zeit symptomlos verläuft.“ Leidet ein Patient unter dauerhaften Sehstörungen, ist die diabetische Retinopathie schon sehr weit fortgeschritten.
Vor diesem Hintergrund gilt:
Wird ein Diabetes Typ 2 neu festgestellt, sollte eine augenärztliche Untersuchung sofort nach der Diagnose erfolgen. Sind die Augen gesund, reicht fortan eine Kontrolle pro Jahr. Muss das Ausmaß der Netzhautschädigung genauer erfasst werden, können die Ärzte eine Fluoreszenzangiographie durchführen; die Patienten erhalten dafür einen Farbstoff in die Armvene gespritzt. „Dies ist jedoch eine invasive Maßnahme, und es kann zu allergischen Reaktionen auf den Farbstoff kommen“, erläutert Lang.

Weitere Informationen liefert die optische Kohärenztomographie (OCT), die einzelne Netzhautschichten abbildet. Besondere Hoffnungen setzen die Augenärzte jedoch in ein neues Untersuchungsverfahren, das ohne Farbstoffinjektion und Pupillenerweiterung auskommt: die OCT-Angiographie. „Damit können wir innerhalb von zehn Sekunden ein Bild von den Mustern der Netzhautgefäße machen, indem die Bewegung der roten Blutkörperchen gemessen wird“, erklärt Lang. Die Ulmer Augenexpertin sieht in der OCT-Angiographie daher die Technologie der Zukunft – unübertroffen genau, nicht-invasiv und schnell.

www.dog.org

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Augenheilkunde | Kommentare deaktiviert

Harte Schale, gesunder Kern

Bereits die Pharaonen schätzten Nüsse als Schönheits- und Genussmittel, als wertvolle Öllieferanten und heilsame Naturarznei. Heute weiß man: Walnuss, Haselnuss, Mandel & Co. sind – trotz ihres hohen Fettgehalts – ein echter Gewinn für die Gesundheit.

int_nuesseNüsse haben wegen ihres hohen Fettgehalts auch einen hohen Kaloriengehalt. Mit teilweise über 600 kcal entsprechen 100 Gramm Nüsse immerhin dem Energiegehalt einer Hauptmahlzeit. “Der Fettgehalt liegt – je nach Nusssorte – zwischen 42 und 73 Prozent”, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Was die Nüsse aber von ungesunden “Fettbomben” unterscheidet, ist die günstige Zusammensetzung der Fettsäuren: Nüsse enthalten besonders viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper braucht, um das unerwünschte, “schlechte” Cholesterin (LDL) zu reduzieren.

Ein niedrigerer LDL-Cholesterinspiegel wiederum senkt das Risiko von koronaren Herzkrankheiten. Das haben mehrere Studien, unter anderem der Universität im britischen York, herausgefunden. Auch bei den für Herz und Gefäße besonders wertvollen Omega-3-Fettsäuren haben Nüsse die Nase vorn. Omega-3-Fettsäuren senken den Blutfettspiegel, wirken der Bildung von Blutgerinnseln entgegen und verringern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders reich an mehrfach ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Erdnüsse, Pekannüsse und auch Maronen.

Nüsse: Gut für Konzentration und Knochen
Unter der harten Schale stecken noch mehr gute Argumente für die Gesundheit: Der relativ hohe Gehalt an Nahrungsfasern in Nüssen hat einen positiven Einfluss auf die Darmtätigkeit und auch auf den Cholesterinspiegel. Nüsse sind aber auch wertvolle Eiweißlieferanten und können insbesondere bei Vegetariern zu einer ausreichenden Proteinversorgung beitragen. Viele Nüsse, wie Mandeln, Haselnüsse oder Baumnüsse, beinhalten alle neun lebenswichtigen Aminosäuren. Daraus baut unser Körper die Eiweiße, die beispielsweise zum Bau neuer Zellen, zur Wundheilung und zum Muskelaufbau lebensnotwendig sind.

Auch in anderer Hinsicht sind Nüsse echte “Power-Früchte”: Sie wirken sich dank ihres hohen Gehaltes an B-Vitaminen auch positiv auf Gehirn und Nervensystem aus und helfen bei Konzentrationsschwäche. Calcium, Magnesium und Phosphor sorgen für gesunde Zähne und stabile Knochen und der relativ hohe Gehalt an Zink, Eisen und Vitamin B6 unterstützt das Immunsystem.

Sind alle Nüsse gleich gesund?
“Es gibt eine Ausnahme, was den Gesundheitswert der Nüsse betrifft: die Kokosnuss”, heißt es bei der Schweizer Gesellschaft für Ernährung. Sie enthält im Gegensatz zu den anderen Nüssen einen hohen Anteil an gesättigten Fetten. Deshalb ist das Fett der Kokosnuss auch sehr hitzestabil und wird noch immer gerne zum Braten verwendet. Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind zum hohen Erhitzen aber andere Fette wie Sonnenblumen- oder Rapsöl aber wesentlich besser geeignet. Eine Sonderrolle im positiven Sinn spielen auch die Baumnüsse. Sie weisen den höchsten Gehalt an den gesunden Omega-3-Fettsäuren auf. Am besten hält man sich also auch bei den Nüssen an die Abwechslung, denn so profitiert man am besten von den unterschiedlichen Vorzügen der einzelnen Nusssorten.

Der Schütteltest gibt Auskunft über die Frische der Nüsse: Wenn der Kern klappert, ist er eingetrocknet und alt. Frische Nüsse bewahrt man am besten in einem Netz oder einer Holzkiste auf; so können sie atmen und sind länger haltbar. Ernährungsgesellschaften empfehlen einen täglichen Verzehr einer Portion Nüsse (20 bis 30 Gramm). Dabei sollten Sie ungesalzene und ungezuckerte Nüsse bevorzugen. Aber, Achtung: Wenn Sie vor dem Fernseher eine Packung mit 125 g gerösteten Erdnüssen naschen, ist und bleibt dies mit über 700 kcal eine Kalorienbombe. Besser: Vor dem Fernseher Nüsse selber knacken, das dauert wesentlich länger. Mehr als eine Handvoll Nüsse sollte es aber nicht sein.

obx-medizindirekt

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Ernährung, Prävention | Kommentare deaktiviert

Mythen rund um gesunde Zähne

Rund um gesunde und schöne Zähne kursieren eine Menge Gerüchte. Manche sind witzig, andere aber auch gefährlich. Zum Tag der Zahngesundheit standen diese Mythen im Mittelpunkt der Aktionen. Hier ein paar Beispiele:

Äpfel reinigen Zähne
Fakt ist, dass Äpfel Vitamine und Mineralstoffe enthalten und daher gesund sind. Apfelkauen beseitigt zwar in einem geringen Maß oberflächliche Beläge. Die Zahnbürste ersetzt ein Apfel jedoch nicht. Im Gegenteil: Fruchtsäure und Fruchtzucker können den Zahnschmelz angreifen. Daher lieber etwa 30 Minuten nach dem Verzehr des Apfels sorgfältig Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und Bürste.

Fluorid ist gefährlich
Fakt ist, dass Fluoride Fluor-Verbindungen sind. Reines Fluor ist giftig. Aber: Fluor reagiert schnell mit anderen Elementen zu Fluoriden. Fluoride sind natürlicher Bestandteil von Zähnen und Knochen. Um Karies vorzubeugen, befinden sie sich als Natriummonofluorphosphat, Aminfluorid oder Zinnfluorid in den meisten Zahnpasten. Denn Fluoride verhindern, dass Säuren Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz herauslösen und fördern die Mineralisierung der Zähne. Sie schützen und härten somit den Zahnschmelz.

Feste schrubben bringt´s
Fakt ist, dass Putzen mit zu viel Druck Zähne und Zahnfleisch schädigen kann. Empfohlen wird ein leichter Druck von maximal 150 Gramm. Tipp: Den Druck mit einer Zahnbürste auf der Küchenwaage testen. Wichtig: Mit System putzen. Die Zahnbürste vom Zahnfleisch (rot) zum Zahn (weiß) mit fegenden Bewegungen führen. Dabei mit der Kaufläche beginnen, dann die Außen- und letztlich die Innenseiten der Zähne reinigen.

Kaugummi ersetzt Zahnbürste
Fakt ist, dass das Kauen eines zuckerfreien Kaugummis den Speichelfluss anregt. Speichel wirkt Karies entgegen. Werden zuckerfreie Kaugummis regelmäßig beispielsweise nach dem Essen verwendet, fördern sie die Zahngesundheit. Das Zähneputzen ersetzen sie aber nicht. Denn nur Zahnbürste und Zahnseide bzw. Zahnzwischenraumbürstchen entfernen die bakterielle, Karies verursachende Plaque auf und zwischen den Zähnen.

Zahnfleischbluten ist nicht schlimm
Fakt ist, dass Zahnfleischbluten als Warnsignal ernst genommen und vom Zahnarzt abgeklärt werden sollte. So kann falsches Zähneputzen das Zahnfleisch verletzen. Es kann aber auch eine Entzündung von Zahnfleisch (Gingivitis) oder Zahnhalteapparat (Parodontitis) vorliegen. Beidem sollte entgegen gewirkt werden.

Kinder möglichst früh putzen lassen
Fakt ist, dass Kinder erst ab dem Grundschulalter, wenn sie flüssig schreiben können, die Putzbewegungen der Zahnbürste im Mund genau steuern können. Bis dahin können die Kinder zwar selber putzen. Die Eltern sollten die Zahnreinigung aber begleiten und bei Bedarf nachputzen. Damit Kinder das Zähneputzen lernen, eignet sich die KAI-Technik: Erst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen der Zähne putzen.

Initiative proDente e.V.
www.prodente.de

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Prävention, Zahnheilkunde | Kommentare deaktiviert

Aufklärung über Allergierisiko beim Nachwuchs oft zu spät

Frauen sollten bereits zu Beginn einer Schwangerschaft wissen, ob ihr Nachwuchs ein erhöhtes Allergierisiko hat. Denn schon das ungeborene Kind profitiert von vorbeugenden Maßnahmen. Eine Umfrage der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. hat jetzt gezeigt: Viele Frauen erhalten diese Information zu spät.

Im Juni dieses Jahres hat die Deutsche Haut- und Allergiehilfe eine Online-Umfrage zum Thema „Allergievorbeugung und Ernährung“ durchgeführt. Von den 219 Umfrage-Teilnehmern waren 88 % darüber aufgeklärt, ob ihr Kind ein erhöhtes Allergierisiko trägt oder nicht. Knapp jeder Dritte wusste dies schon, bevor das Baby unterwegs war, 36 % informierten sich während der Schwangerschaft. 35 % der Befragten erfuhren erst nach der Geburt des Kindes davon. „Das ist zu spät“, kritisiert Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. „Schon Schwangere können etwas tun, um das Allergierisiko ihres Kindes zu senken, indem sie nicht rauchen, sich ausgewogen ernähren, Übergewicht vermeiden und Meeresfisch auf den Speiseplan setzen.“

Bei Allergierisiko: Vom ersten Tag an hypoallergen
Darüber hinaus sollten sich werdende Mütter rechtzeitig darüber informieren, welche Säuglingsnahrung für ihr allergiegefährdetes Kind geeignet sein könnte, falls es mit dem Stillen nicht klappt. Wichtig ist es, dass Kinder mit erhöhtem Allergierisiko in den ersten vier Lebensmonaten hypoallergen, also allergenarm ernährt werden. Denn ob die Veranlagung für eine Allergie zur Ausprägung kommt oder nicht, kann in diesem Zeitfenster durch die Ernährung mit beeinflusst werden. Die ideale Nahrung während dieser Zeit ist Muttermilch. Kinder, die nicht voll gestillt werden und ein erhöhtes Allergierisiko haben, brauchen hypoallergene (HA)-Säuglingsnahrung, die ihre allergievorbeugende Wirkung in wissenschaftlichen Studien bewiesen hat. Schon in der Geburtsklinik sollte für alle Fälle eine passende Nahrung bereitstehen. „Sinnvoll wäre es, einen Allergiecheck routinemäßig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt oder über die Hebamme anzubieten“, schlägt Hackler vor. Dieser einfache Check dauert nur wenige Minuten und würde es jeder Frau ermöglichen, frühzeitig alles zu tun, um die Chancen ihres Kindes auf ein allergiefreies Leben zu verbessern.

Welche Kinder sind allergiegefährdet? Was können Frauen bereits in der Schwangerschaft tun, um das Allergierisiko ihres Kindes zu senken? Worauf gilt es bei der Auswahl einer HA-Nahrung zu achten? Wie führt man bei allergiegefährdeten Kindern die Beikost richtig ein? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Allergievorbeugung beantwortet die Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern.“ Die Broschüre ist kostenlos und kann unter www.dha-allergien-vorbeugen.de bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe angefordert werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn.

(1) Einen Allergiecheck bietet die DHA auf der letzten Seite der Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ bzw. unter dha-allergien-vorbeugen.de/allergierisiko.html an.

(2) S3-Leitlinien zur Allergieprävention der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-016l_S3_Allergieprävention_2014-07.pdf

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
www.dha-allergien-vorbeugen.de

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Immunologie, Kinderheilkunde, Prävention | Kommentare deaktiviert

Medikamente – sicher mit Labortests

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland nehmen dauerhaft mindestens ein Medikament pro Tag ein. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts. Medikamente heilen Krankheiten und retten Leben. Sie besitzen jedoch auch schädliche Nebenwirkungen und können allergische Reaktionen auslösen. Experten gehen sogar davon aus, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen fünf Prozent der Krankenhauseinweisungen ausmachen. Zum Internationalen Tag der Patientensicherheit informiert das IPF: Bestimmte Medikamente müssen mit Labortests überwacht werden. Auf www.vorsorge-online.de finden Patienten eine Liste mit Wirkstoffen, für die Experten regelmäßiges Monitoring empfehlen.

mediWirkung von Medikamenten mit Labortests überwachen
Manche Arzneimittel müssen Patienten dauerhaft einnehmen. Je nach Wirkstoff drohen unter Umständen Schäden für den Organismus. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) gehören dazu bestimmte Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wirkstoffe, die das Immunsystem beeinflussen, sowie Präparate zur Behandlung neurologischer oder psychiatrischer Erkrankungen. Mit regelmäßigen Laboruntersuchungen können Ärzte feststellen, ob die Medikamente unerwünschte Folgen haben, wenn nötig die Dosis anpassen und so Folgeschäden verhindern.

Überreaktionen auf Medikamente
Antibiotika, Entzündungshemmer und Schmerzmittel lösen besonders häufig allergische Reaktionen aus. Typische Symptome bei einer allergischen Reaktion auf Antibiotika sind Hautausschläge. Wer Schmerzmittel nicht verträgt, entwickelt häufig eine juckende Nesselsucht. Leiden Betroffene an Atembeschwerden, Übelkeit oder Kopfschmerzen, kann dies auf eine generalisierte allergische Reaktion, die den gesamten Organismus in Mitleidenschaft zieht, hindeuten. Labortests schaffen Klarheit, dann kann der Arzt gegebenenfalls nach Alternativen suchen.

Weitere Informationen enthalten die IPF-Faltblätter „Therapie nach Maß“ und „Allergie“. Sie können kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.

Veröffentlicht unter - Alle (neueste zuerst) -, Innere Medizin | Kommentare deaktiviert